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18.06.2020

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Steuerberater und Wirtschaftsverbände fordern weiter vollen Vorsteuerabzug für 19-%-Rechnungen im zweiten Halbjahr

Langsam realisieren einige Verbände, was für ein Bürokratiemonster man mit der doppelten Mehrwertsteuer-Änderung (im Juli runter, im Januar wieder hoch) losgetreten hat. Viele Unternehmen werden die Umstellung nicht rechtzeitig schaffen, so dass es im zweiten Halbjahr Millionen von Rechnungen geben wird, in denen zu hohe Mehrwertsteuer (z. B. 19 Prozent statt 16 Prozent bzw. 7 Prozent statt 5 Prozent) ausgewiesen wird.

Die Bundessteuerberaterkammer fordert daher eine Billigkeitsregelung, wonach man auch im zweiten Halbjahr den vollen Vorsteuerabzug hat, selbst wenn auf der Rechnung eigentlich „zu viel“ Mehrwertsteuer ausgewiesen ist. Der Entwurf des BMF Schreibens zur Mehrwertsteuersenkung ist hier sehr ernüchternd, weil er dazu keine Silbe enthält.

Geben Sie die Hoffnung nicht auf: Bevor Sie einen extremen Aufwand starten, um Rechnungen zu korrigieren, warten Sie ab: vielleicht hat die Regierung oder das Parlament doch noch ein Einsehen und bringt diese Kulanzregel im Juli doch noch.

Wird die Mehrwertsteuer-Senkung verlängert? Das hat Olaf Scholz in der Bundespressekonferenz vom 17. Juni kategorisch ausgeschlossen.

 

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