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28.05.2020

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Aus der Redaktions-Hotline: Kosten des Mitarbeiters fürs Homeoffice übernehmen?

E-Mail von Christian D. aus Limburg an die Redaktions-Hotline: „Ich hatte meine Mitarbeiter von März bis Mai wegen Corona ins Homeoffice geschickt. Nun fragen die mich, was mit den Mehrkosten für Internet und Strom ist. Muss ich die bezahlen? Wie wird das versteuert?“

IZW antwortet: Wir haben hier zwei Fragen:

Erstens: Was müssen Sie bezahlen?

Zweitens, wenn Sie etwas bezahlen: Wie wird das steuerlich gehandhabt?

Zum ersten Punkt: Eine Verpflichtung zur Erstattung von Mehrkosten wegen Internets sehen wir schon einmal skeptisch, weil ja üblicherweise heutzutage alles mit einer Flatrate abgedeckt ist. Sie können aber einen mit 25 Prozent pauschal versteuerten Internetzuschuss gewähren in Höhe von maximal 50 Euro.

Zitat aus den Lohnsteuerrichtlinien: „Aus Vereinfachungsgründen kann der Arbeitgeber den vom Arbeitnehmer erklärten Betrag für die laufende Internetnutzung (Gebühren) pauschal versteuern, soweit dieser 50 Euro im Monat nicht übersteigt. Der Arbeitgeber hat diese Erklärung als Beleg zum Lohnkonto aufzubewahren.“ (R 40 Abs. 5 LStR)

Mit dem Strom sieht es schwierig aus: Wie soll man den auf den Home­office-Einsatz entfallenden Extra-Strom erfassen und abrechnen? Eine pauschale Erstattungs-Möglichkeit gibt es hier nicht. Sehr wohl können Sie aber die steuerfreie Corona-Beihilfe in Höhe von maximal 1.500 Euro (auch) dafür einsetzen.

Was Sie auch machen können, wenn Sie großzügig sein möchten: Sie können das komplette Arbeitszimmer anmieten. Dafür ist es notwendig, dass die Anmietung im überwiegenden betrieblichen Interesse Ihres Unternehmens liegt und dass es sich tatsächlich um ein Arbeitszimmer handelt, das fast ausschließlich für die berufliche Tätigkeit dieses Mitarbeiters genutzt wird. Der Mitarbeiter muss die Miete versteuern als Vermietungseinnahmen. Er kann dann seine eigene anteilige Miete und die Energiekosten dagegen rechnen. Dabei dürfte in manchen Fällen dann sogar ein Verlust herauskommen.


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