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07.04.2020

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Mini Jobber dürfen wegen Corona nun fünf Monate lang mehr als 450 Euro verdienen

Ein 450-Euro-Jobber muss keineswegs immer 450 Euro verdienen. Es können ruhig auch einmal 600 oder 700 Euro sein, aber innerhalb von zwölf Monaten dürfen es eben nur maximal 5.400 Euro sein. Das ist nicht neu.

Schon bisher galt: Diese Grenze kann maximal drei Mal überschritten werden, wenn dies „gelegentlich und unvorhersehbar“ passiert. Bisher war das maximal drei Kalendermonate erlaubt. Das wird nun vorübergehend (von März bis September 2020) auf fünf Mal erhöht.

Beispiel: Susi hat einen 450-Euro-Minijob in einem Supermarkt. Da zwei Kolleginnen ausgefallen sind, arbeitet Susi im Zeitraum Mai 2020 bis September 2020 Vollzeit mit 2.500 Euro brutto. Das kann als Minijob abgerechnet werden! Voraussetzung: Die Überschreitung muss unvorhersehbar erfolgt sein.

Achtung: Missverstehen Sie diese Option nicht als Freibrief. Irgendwann wird einmal ein Sozialversicherungsprüfer der Frage auf den Grund gehen, ob die Überschreitung wirklich unvorhersehbar war. Wenn Sie jetzt einen Minijobber einstellen und der vom ersten Tag an 2.000 Euro im Monat verdient wird man zurecht die Frage stellen, ob das unvorhersehbar war oder von vornherein so geplant.

Rechtsgrundlage: Verlautbarung des GKV-Spitzenverbands, Berlin „Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020“.

 

Der Inhalt wurde mit größtmöglicher Sorgfalt nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt und geprüft. Haftung und Gewähr kann wegen der Komplexität und der ständigen Veränderungen der zugrundeliegenden Materie nicht übernommen werden.


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