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19.03.2020

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Abgenutzte Gebäude können Sie höher abschreiben

Das Steuergesetz geht standardmäßig von einer 50-jährigen Nutzungsdauer für vermietete Gebäude aus (§ 7 Abs. 4 EStG). Daraus ergibt sich ein Abschreibungssatz von zwei Prozent (100 Prozent geteilt durch 50).

Wenn Sie jedoch darlegen können, dass das Gebäude eine kürzere Restnutzungsdauer hat, können Sie es schneller abschreiben.

Beispiel: X kann dem Finanzamt glaubhaft machen, dass sein neu gekauftes Haus so marode ist, dass es wahrscheinlich nur noch eine Nutzungsdauer von 25 Jahren hat. Dann kann er es mit vier Prozent p. a. abschreiben. Dafür ist kein Bausubstanzgutachten notwendig. Im konkreten Fall hatte eine GbR zwei Gebäude gekauft, und einer der Gesellschafter selbst(!) erstellte ein Gutachten, aus dem sich 34 bzw. 32 Jahre Restnutzungsdauer ergaben.

Das Urteil: Das Finanzamt muss dieses Gutachten akzeptieren und damit eine schnellere Abschreibung ermöglichen (FG Düsseldorf, 12.07.19, 3 K 3307/16 F). Achtung: Das Finanzamt ist in Revision gegangen, der Bundesfinanzhof wird das letzte Wort sprechen. (Az. BFH: IX R 25/19)


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