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19.03.2020

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Falle Schuldenübernahme bei Haus-Schenkung mit Nießbrauch

Wenn Sie Ihren Kindern eine Immobile schenken, in dem Haus aber selber wohnen bleiben möchten, können Sie sich den Nießbrauch vorbehalten. Das Eigentum geht über, aber Sie behalten das Nutzungsrecht.

Das können Sie natürlich genauso bei einem Mietshaus machen, wenn Sie weiterhin die Mieten kassieren möchten.

Erbschaftsteuerlicher Vorteil: Dieser Nießbrauchsvorbehalt kann den zu versteuernden Wert der Immobilie erheblich nach unten drücken – zum Teil um die Hälfte. Das hängt vom Mietwert der Immobilie und dem Alter der Eltern ab.

Wenn die Eltern auf dem Haus lastende Schulden weiter bedienen: Dann kann der Sohn, bzw. die Tochter nicht so viel absetzen. Das ist logisch: Wenn ich ein schuldenfreies Haus geschenkt bekomme, ist das mehr wert, als eines mit Schulden. (BFH, 28.05.19, II R 4/16, DStRE 19, 2639)

Tipp: Vereinbaren Sie im Notarvertrag, dass Sohn oder Tochter die Zinsen an die Bank zahlen müssen. Das können die zwar einkommensteuerlich nicht absetzen, aber es lohnt sich trotzdem, weil sie für den Nießbrauch mehr abziehen können und zusätzlich die Schulden vom Wert des Hauses abziehen können. Wenn die Eltern den Kindern einen Ausgleich dafür zukommen lassen wollen, können sie ja ab und zu einmal einen Urlaub spendieren.

Erinnerung: Jedes Kind hat je Elternteil alle zehn Jahre 400.000 Euro Freibetrag bei der Schenkungsteuer und Erbschaftsteuer. Unser Hinweis lohnt sich also eher für wertvolle Immobilien, bei denen die Freibeträge überschritten sind.


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