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17.01.2020

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Wann ab 2020 die Steuerfreiheit für EU-Lieferung wegfällt

Schon bisher musste man bei Lieferungen in ein anderes EU-Land die Umsatzsteuer-ID-Nummer des Empfängers angeben und die Umsätze in einer monatlich oder quartalsweise zusammenfassenden Meldung angeben.

Hat man das nicht oder falsch gemacht, konnte man trotzdem noch die Umsatzsteuerfreiheit erreichen, wenn man nachgewiesen hat, dass der Gegenstand der Lieferung in das andere EU-Land gelangt ist.

Mit dieser Großzügigkeit ist es ab 2020 vorbei: Die Umsatzsteuer-ID-Nummer des Empfängers muss korrekt sein, und man muss die zusammenfassende Meldung (ZM) korrekt abgeben. Macht man das nicht, fällt die Umsatzsteuerfreiheit weg. (§ 18a; 4 Nr 1b UStG)

Beispiel: Ein Unternehmen aus Köln liefert eine Maschine für 100.000 Euro umsatzsteuerfrei an ein Unternehmen in Frankreich. Die USt.-ID-Nummer des Franzosen ist falsch (es ist ein echtes Unternehmen, nur die Ust.-ID-Nummer ist eben falsch). Oder: Das Kölner Unternehmen gibt keine oder eine falsche ZM ab: die Umsatzsteuerfreiheit fällt weg. Der Kölner muss knapp 16.000 Euro Umsatzsteuer nachzahlen. Warum nicht 19 Prozent? Die Umsatzsteuer wird mit 19/119 aus den 100.000 Euro herausgerechnet.


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