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17.01.2020

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Finanzverwaltung stöbert in Ihrer Privatsphäre herum

Es ist allgemein bekannt, dass die Finanzverwaltung auf eBay recherchiert. Neu ist aber, dass auch auf Facebook gestöbert wird.

NRW, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen gaben gegenüber der Wirtschaftswoche an, auf öffentlich zugängliche Daten zurückzugreifen. Die übrigen Bundesländer wollten sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gegenüber der Wirtschaftswoche äußern.

Am weitesten – mit Fakeprofilen - geht Nordrhein-Westfalen: In einem internen Schreiben wurde Finanzbeamten sogar vorgeschlagen, Fake-Profile zu erstellen und Facebook-Nutzern Freundschaftsanfragen zusenden. „Nach einer positiven Verbindungsanfrage hat sich der Steuerpflichtige damit abgefunden, dass die nun zugänglichen Informationen auch zu Ermittlungszwecken benutzt werden dürfen“. Inzwischen rudert NRW zurück und behauptet, diese Taktik nicht mehr anzuwenden. Wer allerdings Luxusgüter (Yachten, Sportwagen, Ferienhaus am Mittelmeer usw.) mit Schwarzgeld angeschafft hat, ist sowieso gut beraten, damit nicht auf facebook, instagram und Co. zu protzen.


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