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29.11.2019

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Wie Sie den neuen Anforderungen zur Kasse entgehen

Wenn Sie ein elektronisches oder computergestütztes Kassensystem oder eine Registrierkasse nutzen, müssen Sie ab dem 1. Januar 2020 ein manipulationssicheres Aufzeichnungssystem (§ 146a Abs. 1 AO) verwenden.

Die Frist wurde zwar nicht offiziell verlängert, aber die Finanzverwaltung hat eine Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. September 2020 bekannt gegeben. (BMF-Schreiben, 06.11.19, IV A 4 -S 0319/19/10002:001)

Können Sie die Anschaffung einer solchen Kasse vermeiden?

Es gibt eine Übergangsregelung bis Ende 2022: Falls Sie Ihre Registrierkasse nach dem 25. November 2010 aber vor dem 1. Januar 2020 gekauft haben, diese der sogenannten zweiten Kassenrichtlinie (vor allem Aufzeichnung aller einzelnen Buchungen und Exportmöglichkeit) entspricht und diese Kasse nicht aufrüstbar ist mit einem TSE-Chip, können Sie diese bis Ende 2022 weiterverwenden.

Beispiele:

  • X hat eine Kasse am 1. Februar 2010 gekauft: Er kann sich nicht auf diese Ausnahmeregelung berufen (Anschaffung vor dem 26. November 2010).
  • Y hat 2016 eine Kasse gekauft, die der zweiten Kassenrichtlinie entspricht. Der Hersteller bietet eine Aufrüstung mit TSE-Chip an: Dann muss Y diese Möglichkeit nutzen und den TSE-Chip einbauen lassen, er kann sich ebenfalls nicht auf die Ausnahme berufen.


Gar kein elektronisches Kassensystem: Sie können auch mit einer sogenannten offenen Ladenkasse (z. B. Schublade bzw. Kassette) arbeiten, bei der Sie ein handgeschriebenes Kassenbuch führen. Sie sind auch ab 2020 nicht verpflichtet, sich eine Registrierkasse anzuschaffen.

Gar keine Kasse: Wenn es bei Ihnen sowieso keine barzahlenden Kunden gibt, können Sie entweder mit einer offenen Ladenkasse arbeiten, die eine reine Ausgabenkasse ist, oder Sie tätigen Ausgaben aus dem privaten Geldbeutel und lassen sich das dann von der Firma erstatten. Wer gar keine Kasse hat, braucht auch keine anzuschaffen.


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