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30.04.2019

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Aus der Redaktions-Hotline: Grenzwerte im Steuerrecht

E-Mail von Joseph F. aus Bayreuth an die Redaktions-Hotline: „Diese ganzen Grenzwerte im Steuerrecht bringen mich total durcheinander. Mal ist es netto mal ist es brutto, da ist doch überhaupt keine Systematik dahinter?“

IZW antwortet: Sie haben recht, dass das Steuerrecht nicht immer ganz logisch ist. Bei den Grenzwerten gilt aber folgende Faustregel: Wenn es um Arbeitnehmer geht, gelten die Werte brutto. Geht es hingegen um Ihren Betrieb oder um Geschäftspartner, so gelten die Grenzwerte netto.

Ein paar Beispiele: Folgende Leistungen für Arbeitnehmer sind steuerfrei, wenn folgende Bruttogrenzen (inkl. MwSt.!) eingehalten werden:

  • kostenlose Sachbezüge (zum Beispiel Benzingutschein) 44 Euro brutto im Monat,
  • Geschenke zu einem persönlichen Anlass (zum Beispiel Geburtstag oder Verlobung) 60 Euro brutto,
  • Kosten je Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen maximal 110 Euro brutto, sonst muss der darüber liegende Betrag versteuert werden.

Typische Nettogrenzwerte: Geringwertige Wirtschaftsgüter sind sofort ab­schreib­bar bei bis zu 800 Euro netto. Geschenke an Geschäftspartner sind maximal abziehbar bis 35 Euro netto pro Kopf und Jahr.


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