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22.04.2019

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Aus der Redaktions-Hotline: Angehörigendarlehen

E-Mail von Paul L. aus Gröbenzell an die Redaktions-Hotline: „Ich benötige für eine größere Investition in meinem Betrieb 300.000 Euro. Mein Vater hat Geld „en masse“ auf seinem Konto herumliegen und möchte es mir gerne leihen. Zinsen will er nicht. Spricht da etwas dagegen?”

IZW antwortet: Ja, zwei Gründe sprechen dagegen. Erstens gelten die ersparten Zinsen als geschenkt. Das Finanzamt vergleicht die gezahlten Zinsen (null Prozent) mit einem fiktiven Zinssatz von 5,5 Prozent. Ihr Vater würde Ihnen also pro Jahr 16.500 Euro schenken. Des Weiteren werden zinslose Darlehen „abgezinst“. Sie dürfen also in der Steuerbilanz nicht mit 300.000 Euro bilanziert werden, sondern mit etwa gut 150.000 Euro. Die Differenz ist Gewinn.

Folge eins vermeiden Sie durch einen marktüblichen Zins (vielleicht zwei bis drei Prozent bei entsprechenden Sicherheiten), Folge zwei können Sie schon vermeiden, wenn ihr Vater nur ein Prozent Zinsen verlangt. Komplett zinslos ist auf jeden Fall ganz schlecht.


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