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17.04.2019

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Bekommen Ihre Mitarbeiter günstige oder Gratis-Mahlzeiten?

Wenn Sie Mitarbeitern Mahlzeiten überlassen, die mit dem Sachbezugswert zu bewerten sind, muss am Jahresende (oder beim Ausscheiden) der Buchstabe M in die Lohnsteuerbescheinigung des Mitarbeiters eingetragen werden.

Beispiel: Außendienstmitarbeiter Meier unternimmt 2019 zahlreiche Dienst­reisen. Der Arbeitgeber bucht und bezahlt für ihn diverse Hotelübernachtungen inklusive Frühstück. Er muss im Lohnkonto und in der Lohnsteuerbescheinigung einmal den Großbuchstaben M eintragen. Das gilt unabhängig von der Anzahl der Mahlzeiten und auch unabhängig davon, ob eine Besteuerung unterblieben ist oder die Mahlzeit pauschal mit 25 Prozent besteuert wurde.

Was ist der Sinn von diesem “M”? Der Lohnsteuerprüfer oder auch der Finanzbeamte, der die Einkommensteuerklärung bearbeitet, wird sich in solchen Fällen die Verpflegungsmehraufwendungen genauer ansehen.

Hier ist keine Bescheinigung notwendig: Nimmt der Mitarbeiter an geschäftlichen Bewirtungen teil, muss nichts bescheinigt werden. Bei Luxus-Essen (Wert über 60 Euro) oder bei Belohnungsessen, die sowieso mit dem vollen Wert zu versteuern sind, auch nichts.

Was passiert, wenn man dieses “M” vergisst? Höchstwahrscheinlich gar nichts, außer einem Rüffel vom nächsten Lohnsteuerprüfer. Nur in dem Fall, dass wegen des fehlenden Buchstabens M Lohnsteuern ausfallen, könnte der Arbeitgeber zur Kasse gebeten werden.


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