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12.03.2019

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Aus der Redaktions-Hotline: Mieterhöhung und Vorsteuerabzug

E-Mail von Peter G. aus Bonn an die Redaktions-Hotline: „Wir haben unsere Büroräume mit Mehrwertsteuer angemietet. Der Mietvertrag enthält eine Indexklausel, wonach die Miete an die Preissteigerung angepasst werden kann. Nun hat der Vermieter erstmals eine solche Mieterhöhung verlangt. Was muss ich beachten, damit ich den Vorsteuerabzug behalte?“

IZW antwortet: Entweder muss der Mietvertrag in diesem Passus geändert werden oder - und das ist üblicher - der Vermieter stellt eine neue Dauerrechnung aus, indem er z. B. schreibt:

Anpassung zum Mietvertrag Nummer 17/2013
Erhöhte Kaltmiete ab April 2019: 3.000 €
+19 % USt = 570 €
Gesamt = 3.570 €


Dann ist noch jeden Monat eine sogenannte „Konkretisierung durch den Zahlungsbeleg“ notwendig, sprich durch die Kontoauszüge, auf denen die Mietzahlung ausgewiesen ist. Sie müssen ja jetzt sowieso den Dauerauftrag ändern.

Geben Sie im Verwendungszweck neben der Vertragsnummer am besten an: die Kaltmiete und den (neuen) Mehrwertsteuerbetrag. Der Bundesfinanzhof sagt das so: „Bei Verträgen über Dauerleistungen (z. B. Mietverträgen) wird (…) der abgerechnete Leistungsgegenstand, nämlich die Vermietung für einen bestimmten Zeitraum (z. B. Monat), (…) erst durch die monatlichen Zahlungsbelege konkretisiert. Erst damit erhält die im Vertrag vereinbarte Monatsmiete (einschließlich gesondert ausgewiesenem Umsatzsteuerbetrag) die erforderlichen tatsächlichen Ergänzungen, aufgrund derer eine für den Vorsteuerabzug ausreichende Leistungsbeschreibung angenommen werden kann“. (BFH, 10.01.13, XI B 33/12, BFH/NV 13, 783)


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