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28.02.2019

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Aus der Redaktions-Hotline: Unbezahlter Urlaub

E-Mail von Christoph B. aus Karlsruhe an die Redaktions-Hotline: „Eine Mitarbeiterin hatte unbezahlten Urlaub vom 1. bis 15. Januar. Ich habe 15 Tage in der Gehaltsabrechnung erfasst. Sie meint nun, man müsse nur zehn Tage ansetzen nämlich vom 2. bis 4. Januar und vom 7. bis 11. Januar, sowie den 15. Januar. Der 1. Januar und das Wochenende seien doch sowieso frei. Wer hat Recht?“

IZW antwortet: Sie haben es schon richtig gemacht. Wenn die Dame den halben Monat nicht gearbeitet hat, muss man den halben Monat als unbezahlten Urlaub schlüsseln. Das ist im Grunde ganz einfach nachzuvollziehen: Angenommen, sie hätte den ganzen Januar Urlaub gemacht, dann wäre ihr Vergütungsanspruch null. Wenn Sie aber nur 22 Arbeitstage (der Januar 2019 hat 22 Arbeitstage) als unbezahlten Urlaub schlüsseln würden, käme mehr als eine Woche bezahlter Lohnanspruch heraus. Das kann nicht richtig sein.

Übrigens: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf unbezahlten Urlaub. Laut Arbeitsvertrag muss der Mitarbeiter arbeiten. Eine Ausnahme gilt nur bei Krankheit oder bezahltem Erholungsurlaub.



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