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14.02.2019

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Aus der Redaktions-Hotline: Pflegekraft

E-Mail von Hans F. aus Dortmund an die Redaktions-Hotline: „Meine Mutter (84) benötigt eine 24-Stunden-Pflegekraft. Eine Agentur will uns eine Rumänin vermitteln, die in unserer Stadt ein Gewerbe angemeldet hat. Die Rumänin schreibt uns dann Rechnungen. Was halten Sie davon?“

IZW antwortet: Eine Pflegekraft ist keine Selbständige, sondern eine nichtselbständige Arbeitnehmerin, weil sie hinsichtlich Ort und Zeit ihrer Tätigkeitsausübung nicht frei ist. Sie unterliegt Ihren Weisungen. Es könnte sein, dass bei der Agentur eine Betriebsprüfung stattfindet und man dann letztendlich auf sie zurückgreift und Sozialabgaben nachfordert, womöglich bis zu 1.000 Euro pro Monat.

Was sind die Alternativen? Sie könnten selbst eine Pflegekraft anstellen. Wenn Sie allerdings die deutschen Vorschriften zu Urlaub, Arbeitszeit usw. beachten, brauchen Sie im Grunde zwei Pflegekräfte, und die Kosten explodieren. Eine risikoarme, aber dennoch bezahlbare Lösung ist ein Auftrag an eine Agentur, die z. B. in Polen eine Pflegerin als Arbeitnehmerin anstellt, und diese per Entsendegesetz für maximal zwei Monate nach Deutschland schickt. Nach zwei Monaten kommt dann wieder eine andere Pflegekraft. Die Beschäftigung einer scheinselbständigen Pflegekraft kann hingegen ein übles Nachspiel haben.



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