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04.04.2013

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Wie Sie Anlagegüter geschickt finanzieren

2013 Ausgabe 7 vom 12.04.13

Das Finanzamt kürzt den Schuldzinsenabzug bei Unternehmern, die mehr entnehmen als den Gewinn (= Überentnahme). In diesem Fall werden die Schuldzinsen um sechs Prozent einer Überentnahme gekürzt. Schuldzinsen für spezielle Investitionsdarlehen werden aber niemals gekürzt.

Nun werden Anlagegüter aber in der Regel nicht direkt über ein Darlehen bezahlt, sondern die Bank schreibt den Darlehensbetrag auf dem betrieb­lichen Konto gut, und von diesem wird dann die Investition bezahlt.  

Zur Anerkennung des Darlehens als „Investitionsdarlehen“ muss die Bezahlung maximal 30 Tage vor oder maximal 30 Tage nach der Ausreichung des Darlehens erfolgen - wie nun klar gestellt wurde. (BMF, 18.02.13, DStR 13, 415)

Beispiel – so ist es schlecht: Unternehmer A hat 20.000 Euro Guthaben auf dem Girokonto. Er kauft eine Maschine für 50.000 Euro und bezahlt sie direkt vom Girokonto. Zwei Monate später ist das Konto 50.000 Euro im Minus. Er beschließt, diesen Saldo nun umzufinanzieren in ein langfristiges Darlehen, das er „Investitionsdarlehen“ nennt.

Das nützt nichts, die 30-Tagesgrenze ist überschritten. Das Finanzamt sieht in den Zinsen ganz normale Zinsen, die das Finanzamt nicht voll zum steuerlichen Abzug zulassen wird, falls der Unternehmer mehr entnimmt als den Gewinn.

Beispiel – so ist es clever: B will eine Maschine für 100.000 Euro kaufen. Er bespricht das schon langfristig mit der Bank, die die 100.000 Euro am
15. April dem Geschäftskonto gutschreibt. Am 17. April überweist B den Kaufpreis für die Maschine vom Geschäftskonto.

Dadurch ist der Abzug dieser Zinsen sichergestellt - egal wie viel B entnimmt.


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