Newsletter

Zum PDF Archiv

29.06.2006

Als PDF herunter laden

Wie Sie Ihren Betriebsausflug steuerlich optimieren

Jetzt im Sommer ist in vielen Firmen wieder ein Betriebsausflug angesagt. Die Kosten dafür sind stets in voller Höhe Betriebsausgaben, egal wie oft und wie teuer Sie feiern. Ein Problem ist aber die Lohnsteuer. Nur falls Sie bestimmte Regeln einhalten, kommen Ihre Mitarbeiter ohne Lohnsteuerabzug davon.

110-Euro-Grenze: Je Mitarbeiter darf der Ausflug höchstens 110 Euro (inkl. MwSt.) kosten. Bringt ein Mitarbeiter seinen (Ehe-)Partner mit, stehen damit für beide pro Kopf nur noch 55 Euro zur Verfügung. (R 72 LStR)

Maximal zwei Feiern im Jahr sind steuerfrei: Steuerfrei dürfen Sie nur zweimal pro Jahr feiern (z. B. Betriebsausflug und Weihnachtsfeier).

Pauschalsteuer bei Überschreiten der Grenzwerte: Fallen pro Mitarbeiter mehr als 110 Euro an oder haben Sie mehr als zwei Betriebsveranstaltungen durchgeführt, können Sie die Kosten mit 25 Prozent pauschal versteuern.

Tipp: Zum Pauschal-Versteuern suchen Sie sich natürlich die billigste Feier aus. Sozialversicherung fällt bei Anwendung der 25-prozentigen Pauschalsteuer nicht an.

Zehrgeld: Drücken Sie Ihren Mitarbeitern Geld in die Hand, damit diese davon eine Busfahrkarte oder die Einkehr in einem Ausflugslokal bezahlen können, ist das - im Rahmen der 110-Euro-Grenze - steuerfrei. Neues Urteil: Auch ein Zuschuss in eine Gemeinschaftskasse Ihrer Mitarbeiter ist steuerfrei, wenn Sie insgesamt die 110-Euro-Grenze je Mitarbeiter beachten. (BFH 16.11.05, BFH/NV 06, 860)

Erfreuliches bei Übernachtungen: Machen Sie einen Betriebsausflug mit Übernachtung, ist das - anders als früher - nicht mehr alleine wegen der Übernachtung steuerpflichtig, so ein neues Urteil. Auch hier gilt aber die 110-Euro-Grenze. (BFH 16.11.05, DStR 06, 27)


zurück