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14.12.2020

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Der „echte“ Brexit kommt unweigerlich am 1. Januar

Bereits seit 1. Januar 2020 ist Großbritannien kein Teil der EU mehr. Aufgrund der Übergangsregelung haben wir davon im Alltag nichts bemerkt. Am 31. Dezember 2020 endet diese Übergangsregelung jedoch.

Definitiv gibt es 2021 keine Zollunion mehr: Ganz unabhängig davon, ob sich GB und die EU noch auf ein Handelsabkommen einigen, besteht auf jeden Fall keine Zollunion mehr. Das heißt: Es kommen Grenzkontrollen und Zollformalitäten.

Was ist mit dem angestrebten Freihandelsabkommen?
Bereits seit März 2020 verhandeln EU und Großbritannien über ein Freihandelsabkommen. Die Verhandlungssituation ist sehr schwierig. Großbritannien ist dabei, sein sogenanntes „Binnenmarktgesetz“ zu verabschieden. Damit wäre ein zentraler Punkt des Austrittsabkommens verletzt und das Freihandelsabkommen stünde komplett auf der Kippe.

Grenzkontrollen: Unabhängig vom möglichen Abschluss eines Freihandelsabkommens werden ab 1. Januar 2021 Grenzkontrollen und Zollformalitäten bei Warenbewegungen zwischen EU und Großbritannien kommen. Wer Waren über die britische Grenze transportiert, kann sich bei den notwendigen Zollformalitäten vertreten lassen. Großbritannien stellt im Internet eine Liste mit Unternehmen zur Verfügung, die im Großbritannien als Zollvertreter agieren.

Stufenweise Einführung von Grenzkontrollen:
Aufgrund der Corona-Krise hat Großbritannien angekündigt, Grenzkontrollen vorerst nur stufenweise einzuführen. Für die Einfuhr von gewöhnlichen Waren ohne besondere Risiken ist daher zunächst weder eine summarische Eingangsmeldung noch eine Zollanmeldung erforderlich – voraussichtlich bis Ende Juni 2021.

Details finden Sie hier: Falls Sie Handel mit Großbritannien betreiben, finden Sie detaillierte Informationen zum Brexit bei KMLZ, einer Spezialkanzlei für Zoll und Umsatzsteuer. Geben Sie bei google ein: Brexit und KMLZ.


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