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13.05.2016

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Betriebsverkauf: Steuerermäßigung nicht verpulvern!

Jeder Selbständige kann einmal im Leben für den Betriebsverkauf den halben Steuersatz nutzen (genau genommen sind es 56 Prozent des normalen Steuersatzes), wenn er mindestens 55 Jahre alt ist. Da diese Steuerermäßigung nur einmal im Leben gewährt wird, muss man sich gut überlegen, für welchen Vorgang man sie verwendet, wenn man mehrere Betriebe oder Anteile an Personengesellschaften verkaufen will.

Denn: Der einmal gestellte Antrag auf Ermäßigung kann nicht mehr zurückgenommen werden. Es wäre schlimm, wenn man den Steuervorteil für einen Minigewinn vergeuden würde, während man ihn gut für einen großen Gewinn hätte nutzen können. (§§ 16, 34 EStG)

Beispiel: X ist an einer KG beteiligt, er ist 56 Jahre alt und verkauft den Anteil mit 100.000 Euro Gewinn. Drei Jahre später verkauft er seine Schreinerei mit einer Million Gewinn. Wenn X den Freibetrag schon bei seinem KG-Verkauf genutzt hat, muss er den Veräußerungsgewinn aus der Schreinerei mit vollem Steuersatz versteuern. Es ist also besser, bei dem kleinen Gewinn von vornherein auf den Antrag zu verzichten und die Begünstigung für den großen Gewinn zu reservieren .

Übrigens: Bei Veräußerungsgewinnen bis 136.000 Euro bekommt man einen Freibetrag in Höhe von 45.000 Euro. Diesen gibt es aber auch nur einmal. Das musste eine Frau erfahren, die innerhalb eines Jahres Anteile an ihrer KG verkaufte und dabei zwei verschiedene Gewinne in Höhe von 3.705 Euro und 22.975 Euro erzielte. In Summe also nicht einmal 45.000 Euro. Obwohl diese Gewinne in Summe unter dem Freibetrag blieben, konnten sie aber nicht insgesamt steuerfrei gestellt werden. (BFH, 27.10.15, X R 44/13, DStR 16, 459)


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